Mehr über Geckos

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Körperlänge: ca.4cm

Empfehlung Terrariumgrösse: 50x50x60cm

Herkunft: Tansania, Kimboza Forest

Hauptnahrung: Insekten, Nektar

Luftfeuchtigkeit: 50-60%

Temperaturen: Sommer,Tag 26-30° Nacht 24° lok.35°, Belichtungszeit 12Std. / Winter,Tag
24-26° Nacht 22-24°

Belichtungszeit 10Std.

Zur Geschichte von Lygodactylus williamsi

Lygodactylus williamsi ist als Haustier umstritten. Zwar ist seine Einfuhr nach Europa erlaubt, aber in seiner Heimat Tansania schwindet sein Bestand rasant. 2012 wurde die Art in die Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) aufgenommen, und zwar gleich als "vom Aussterben bedroht“ - die letzte Kategorie vor "in freier Wildbahn ausgestorben". Doch auf der Roten Liste zu stehen, hilft den Tieren kaum. Erst die Aufnahme in das internationale Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) würde den Handel regulieren, und die ist nicht in Sicht. So blüht der noch immer legale Handel mit den wild gefangenen Tieren.

Das Drama des kleinen Türkis-Zwerggeckos beginnt in seinem Heimatland. Dort ist er nicht verbreitet anzutreffen, sondern lebt auf einem nur rund zehn Quadratkilometer kleinen Gebiet im Kimboza Forest und im angrenzenden Ruvu-Forest-Reservat. "Nur hier wachsen die Schraubenbäume, auf denen der Gecko lebt", sagt der Biologe Morris Flecks vom zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn. 2012 führte Flecks mit Kollegen eine Bestandsaufnahme des Lygodactylus williamsi in Tansania durch. Demnach sank die Zahl der Tiere innerhalb von nur zwei Jahren von geschätzt 465.000 auf etwa 150.000. Prompt landete der türkisfarbene Zwerggecko auf der Roten Liste.

Der Gecko wurde schon 1952 entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. In Europa wurde er aber erst 2002 bekannt, als Wissenschaftler ihn in einer Terraristik-Fachzeitschrift abbildeten. 2005 tauchten dann die ersten Tiere auf dem europäischen Markt auf. Fest stehe, dass afrikanische Händler zwischen Dezember 2004 und Juli 2009 rund 40.000

Exemplare von den Bäumen absammelten und außer Landes brachten. Rund tausend Exemplare pro Monat sollen es 2009 gewesen sein.

Wir halten unsere Zuchttiere paarweise, die Jungtiere in der Aufzuchtsanlage einzeln. Unsere Zuchtpaare bewohnen Terrarien mit der Grösse von 50x50x50cm. Laut Literatur vermehren sich diese Geckos das ganze Jahr hindurch. Wir konnten aber feststellen dass ihre Paarungsaktivitäten vor allem im Frühling und Sommer stark zunehmen.

Probleme bei der Aufzucht von Lygodactylus williamsi

Lorica AG züchtet diese Gecko Art seit einigen Jahren erfolgreich nach. Am Anfang sind wir aber bei der Aufzucht auf einige Probleme gestoßen. Häufig hatten wir in den ersten Wochen der Aufzucht Ausfälle.

Die Aufzucht erfolgt bei uns in kleinen 20x20x30cm Terrarien mit Gazelüftung im Deckel. Dieses mini Becken wird nur minimal eingerichtet. Ein Kunststoffröhrchen aus dem Elektrobedarf als Versteck und Sitzmöglichkeit in der Höhe, ein Stück Kork an der Terrariumwand angelehnt und eine kleines Stück Kunststoffpflanze.

Wir mussten feststellen, dass die Tiere eine relativ trockene Haltung bevorzugen. Adulte Tiere kommen zwar auch mit höherer Luftfeuchtigkeit klar, die Jungtiere vertragen dies aber nur schlecht. Bodensubstrat wird bei uns komplett trocken gehalten, 1-2x täglich wird kurz gesprüht und das ganze Terrarium benetzt so dass die Tiere trinken können um ihren Wasserhaushalt zu versorgen. Das Becken sollte aber nach einigen Stunden wieder komplett abgetrocknet sein.

Wenn man sich die Klimadaten aus dem sehr kleinen Herkunftsgebiet von Lygodactylus williamsi ansieht scheint diese Haltung auch logisch. Nach dieser Methode ziehen wir auch andere Lygodactylus Arten erfolgreich nach. Auch bei div Phelsumen haben wir mit eher trockener Haltung bessere Erfahrungen gemacht als mit zu feuchter Haltung.